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Archiv für den Monat April 2009

Ich komme …

geschrieben am 28. April 2009 um 07:44 von cullmann

nur eine kurze Info, fuer alle die es wissen wollen. Da ich ja dieses Jahr “dobble twenty” feiern darf, komme ich am 16. Mai heim. Wann es zurueck nach Afrika geht, lasse ich mir bewusst offen. Erst mal will ich mit euch den tollen Sommer in Deutschland geniessen, grillen, fliegen, radeln usw.!  (natuerlich bin ich auch beim beruehmten Dagenbach-Cup dabei und werde nach den Titel greifen ;-)  also Jungs, warm anziehen …)

 

Wir sind inzwischen im Norden Kenias. Ein ausfuehrlicher Bericht ueber die abenteuerliche Einreise mit Bilder folgt fruehestens am kommenden Wochenende!

 

 

Viele Gruesse,

 

Euer Jens Cullmann

 

Jetzt ist sie weg …

geschrieben am 18. April 2009 um 15:52 von cullmann

Sechs Wochen vergingen wie im Flug. Magdalena ist gestern von Addis zurück geflogen … eine komische Leere ist im Auto! Das ist zwar kein richtiges Thema für den Blog, ihr könnt euch aber bestimmt vorstellen, dass es ganz komisch ist, plötzlich alleine in Addis zu sein! Aber ich bekomme ja nächste Woche wieder Besuch. Mein Cousinchen Ann Katrin wird mich nach Kenia begleiten.

 

Was ist seit letztem Blog passiert?! Wir sind von Addis Abeba in den Süden. Es war eine mehr oder weniger gemütliche Woche. Eine Nacht am Langano See, eine Nacht im Senkele Nationalpark, wo unsere Outdoor-Neigung durch eine Gewitternacht auf die Probe gestellt wurde. Alles war aufgebaut, Tisch, Stühle, Sonnenmarkise, Kocher usw. und dann wurde der Himmel richtig dunkel. Im Regen dann kochen ist schon komisch, wenn es überall um einen blitzt und donnert. Dann die mehr weniger gute Straße nach Arba Minch. Dort waren wir zwei Nächte am Campingplatz, trafen Doris und Jakob, die es mit ihren riesigen Campingmobil bis hier her geschafft hatten. Jakob haben wir es auch zu verdannken, das erste richtige Brot seit langen zu essen. Eine Brotbackmaschine ist zwar angesichts der Verhältnisse hier der pure Luxus, und wenn man wie ich schon seit längeren unterwegs ist, ist dieses Vollkornbrot wie ein Weihnachtsgeschenk.

 

Viele der Bilder kommen aus dem Nationalpark um Arba Minch. Wobei das mit Nationalpark von den Einheimischen nicht so ernst genommen wird. Keine 50 Meter neben Krokodilen oder Hippos sind Menschen im Wasser oder auf kleinen Boten und Fischen! Aber der Ausflug gefällt uns. Konnten wir die Tierarten im Senkele Nationalpark mehr oder weniger noch an einer Hand abzählen, waren wir nun mitten im Geschehen. Wie schon erwähnt, Krokodile, Flußpferde, Pelikane, Marabus, …. und und und …. viele Bunte Vögel.

 

Auf der Fahrt zum Boot habe ich ein paar Schlammlöcher übersehen und schwups, steckten wir fest. Natürlich hatte ich keinen Allradantrieb zugeschaltet. Also schnell raus, in den Matsch, an den Vorderrädern die Freilaufnarben umstellen, im Auto auf Vierradantrieb umschalten und hoffen, dass sich das Auto aus dem Dreck befreien kann … und es ging besser als gedacht. Der Schreck war nur kurz, als wir nach bangen Sekunden wieder festen Boden unter den Reifen hatten. Nur ich war and den Füßen so matschig wie das Auto -)

 

Allerdings mußte ich beim täglichen Autocheck abends feststellen, daß der Autobatteriehalter im Motorraum an einer Stelle aus der Karosserie gebrochen war und an einer anderen Stelle die Schrauben komplett fehlten! Aber Glück im Unglück, die fehlenden Schrauben und Muttern konnte ich ersetzen.
Das Loch in der Karosserie, wo die Batteriehalterung herausgerissen wurde, war relativ klein. Mit einer passenden Schraube und großen Unterlegscheiben auf beiden Seiten der Karosserie konnte ich die Halterung wieder an der Karosserie fixieren. Mit einem Spanngurt um die Batterien, fixiert an anderen Punkten der Karosserie, konnte ich die Spannung aus der kritischen Stelle nehmen. Allerdings muß ich diese Stelle bald schweißen und verstärken lassen. Allerdings glaube ich noch nicht, dass ich einen Schweißer meines Vertrauens in Addis finden werde. Ich hoffe, bis Kenia so weiter fahren zu können. Andere Traveller bewunderten meine “Afrikanische” Lösung mit den Spanngurten!

 

Jetzt fällt mir gerade so viel zu berichten ein. Die Menschen hier im Süden sind wieder ganz anders als im Norden. Hier wird weniger gebettelt, dafür müßte man bei jedem Stamm für Bilder bezahlen. Ich schreibe “müßte”, denn noch hab ich mich nicht durchgerungen, dasn was viele Touristen tun, auch zu machen! Ich würde euch gerne Bilder von diesen so interessant aussehenden Menschen zeigen, aber noch finde ich es furchtbar, Einheimische zu fotografieren und dafür bezahlen zu müssen. Deshalb haben wir/habe ich bisher diese Orte gemieden. Aber neulich hab ich gehört, daß ‘nur’ für Einzelaufnahmen bezahlt werden muß. Bilder in die Menge sind noch so gestattet. Vielleich fahre ich doch mal in eines dieser Dörfer um mir selbst ein Bild zu machen -) ! Kleine Notiz am Rande, in Äthiopien werden über 80 Sprachen gesprochen, da es so viele Stämme und Volksgruppen gibt.

 

Allerdings ist das Reisen anders als in den islamisch/arabischen Ländern. Keine Gastfreundschaft, fast immer und überall wird versucht, uns als Melkkuh zu missbrauchen. Z.B. kosten Brötchen zwischen 50 Pence und einem Birr (das ist die Währung hier) für Einheimische. Uns wollen sie manchmal bis zu vier Birr für eine Semmel abnehmen. Das mit den Semmeln ist nur ein Beispiel. Das zieht sich hier durch den gesammten Aufenthalt. Wenn ich nach dem Weg frage, wollen Leute Geld für eine Antwort! Bei jeden Einkauf hat man ein schlechtes Gefühl. In einem Restaurant fragt man vorher die Preise für die Getränke, die man bestellt, ab. Mir ist es dann passiert, dass eine andere Bedienung später abkassieren wollte und ganz andere (natürlich höhere Preise) verlangt hat! Die äthiopische Frau eines holländischen Campingplatzbesitzers hat hier ernsthafte Schwierigkeiten mit ihren Landsleuten, da sie uns sagt, was welche Leistung kosten darf! Ihr werdet euch vorstellen können, daß hier immer ein komischer Beigeschmack bleibt, wenn man doch mal einen netten Äthiopier kennenlernt. Man erwartet jederzeit irgendeine Abzocke oder versteckte Bettelei (leider schon auch bei uns passiert!)

Dann mach ich mir natürlich auch Gedanken über meine Reise, der fast fehlende Kontakt zu Einheimischen und ob es damit zusammenhängt, dass ich nicht mehr alleine fahre. Ursprünglich wollte ich ja durch das ‘Alleine Reisen’ näher an den Einheimischen sein. Aber hier in Äthiopien erscheint mir das auch nicht möglich, selbst wenn ich alleine unterwegs gewesen wäre. Andere Individualreisende, die wir getroffen haben, konnten uns auch nichts positives berichten.
Im Omo Gebiet haben wir dann auch Gunnar getroffen (siehe Bild). Ein Norweger, der schon seit Monaten in Afrika mit dem Fahrrad unterwegs ist. Wir haben Gunnar buchstäblich im “Nichts” getroffen, als er gerade einen Platten hatte. Wir haben geholfen wo wir konnten. Hier nur noch ein kleiner Exkurs zu den negativen Seiten Äthiopiens. Gunnar ist seit zwei Monaten im Land und er wurde schon des öfteren von Einheimischen mit Steinen beworfen. Von dieser Unart haben wir auch schon im Vorfeld der Reise gehört und ich habe mir geschworen, wenn mir einer Steine hinterher wirft, mir das nicht gefallen zu lassen. Schwups, vor Lalibela, auf 2000 Höhenmeter,  sehe ich im Rückspiegel, wie tatsächlich ein Kind einen Stein hinter uns her wirft. Ich halte an, noch schaut der Werfer ungläubig. Als ich dann die Tür öffne und in seine Richtung renne, flüchtet er. Es folgt eine Verfolgungsjagd über die Felder. Nach zirka 300 Metern ist der Junge vor mir, ich ziehe im die Füße weg, dass er stolpert und im Dreck landet. Dort trete ich noch ein paar mal schreiend auf ihn ein. (bevor es hier Proteste hagelt, ich versichere, dass ich meine Tritte geziehlt so gesetzt habe, dass es nicht richtig weh tat und das nichts weiter passieren konnte). Ich denke, dass das wirklich ein guter Denkzettel war und der Kleine das nicht mehr macht. Das kann man allerdings auch nur dann machen, wenn noch jemand im Auto sitzt, während man selbst unterwegs ist. Allerdings muß ich gestehen, 20 bis 30 Meter mehr und ich hätte wegen der Höhe aufgeben müssen.
Zurück zu Gunnar, er wurde, während er fuhr auch noch bestohlen. Aus seinen Satteltaschen wurde, während er fuhr Sachen und Kleidungsstücke herausgezogen und entwendet.
Nach dem Reifenflicken bekam er von uns aus dem Kühlschrank eine kalte Cola. Mit dem Brot von Jakob machten wir ihm ein Sandwich. Wir hatten noch Salami und guten italienischen Trockenkäse. Er strahlte über beide Ohren, war es doch auch für ihn das erste richtige Brot seit Monaten. Eine kalte Cola hat er hier im Nichts sicherlich auch nicht erwartet.

 
Jetzt aber genug gejammert. Wir hatten ja auch wunderschöne und erfreuliche Tage. In den letzten beiden Tagen vor Addis, waren wir nochmals am Langano See. Dort konnten wir bei einer Öko-Lodge campen und die Vorzüge einer teueren Lodge geniesen (Campen war angesichts der Leistung und der Umgebung dann doch im Verhältnis zu anderen Camp-sites billig). Im ausgehandelen Preis war Frühstück enthalten. Außerdem hatten die Duschen warmes sauberes Wasser, auch dies hatten wir schon seit Wochen nicht mehr. Das lokale Personal war ganz unäthiopisch freundlich und dezent im Hintergrund. Um die Lodge war noch viel natürlicher Wald. Die Tierwelt war für uns faszinierend. Direkt neben unseren Auto in den Bäumen war immer wieder ein Weiskopfseeadlerpaar (siehe Bilder). Nach kurzen Fußmarsch waren wir in einer Bucht, in dem Flußpferede leben. Im Wald sahen wir drei Affenarten und angeblich soll es in dieser Gegend über 350 Vogelarten geben. Natürlich genossen wir das Restaurant der Lodge. Auf dem kurzen Fussweg sahen wir immer wieder Warzenschweine, Zebramangusten, kleine Antilopen, Vögel in allen Farben … es war wie in einem Park, nur ohne Käfige! Zwei wunderschöne Tage und ein schöner Abschluss für Magdalenas Aufenthalt!

 

 

Nochmal Grüße aus Addis Abeba,

 
Euer Jens Cullmann

 

Bildergalerien aktualisiert

geschrieben am 10. April 2009 um 09:51 von admin

Links im Menü sind die Bildergalerien gelistet - die neueste aus Äthiopien findet Ihr HIER >>

 

Höhen und Tiefen

geschrieben am 9. April 2009 um 08:12 von cullmann

Von Axum fuhren wir in zwei Tagen nach Lalibela. An der Danakil-Ebene ging es durch sehr abwechslungsreiches Gebiet. Der Toyota mußte sich sogar auf Pässe von über 3450 Metern schleppen. Dort wurden wir wieder mit tollen Aussichten belohnt. In den Bergen oft sehr feucht und grün, Stunden später wieder in Halbwüsten bei knapp 40 Grad, Canyons in denen jede Fläche landwirtschaftlich genutzt wird, usw. Lalibela ist eines der touristischen Highlights Äthiopiens. Wir nahmen uns einen Führer, der uns die in Stein gehauenen Monolitkirchen bis ins letzte Detail erklärte. Nach sieben Kirchen hatten wir genug gemeiselten Stein gesehen und beschlossen am nächsten Tag weiter zum Tana See zu fahren. Schon in der Einfahrt zum Camp winkte uns Patrik entgegen. Vielleicht erinnert ihr euch noch, Patrik ist der Schweizer mit dem Land Rover, den wir in Debark getroffen hatten. Er kam mit Müh und Not nach Bahir Dar, weil an seinem Auto die Benzinpumpe teilweise streikte.
Das Camp lag direkt am See, der auch von Flamigos, Pelikane und vielen bunten Vögeln aufgesucht wird. Der See ist auch bekannt für seine Klosterinseln auf dem See. Nach Lalibela war allerdings unser Kirchenbesuchbedarf gestillt. Allerdings machten wir einen Ausflug an die Wasserfälle des blauen Nils.

 

Kaum dort angekommen wurden wir wieder von Einheimischen bedrängt, die sich als Guides anboten. Zum Glück hatte uns Patrik schon vorgewarnt. Ohne Führer geht es allerdings nicht und so nahmen wir uns wieder einen staatlich geprüften Begleiter, der uns auch wirklich viel erzählen und zeigen konnte. Von dort kommen auch die Bilder mit den Frauen, die Dung und Feuerholz sammelten und der Bauer mit dem mittelalterlichen Ochsenpflug. Der Ochsenpflug ist in Äthiopien allerdings nicht die Ausnahme, sondern noch immer die gängigste Methode der Bauern, ihre Felder zu bestellen.
Wie auf ein paar Bildern zu sehen, tragen die Frauen alle Lasten des Alltags. Oft wurden die großen Steinkrüge durch Kanister abgelöst. Aber immer wieder auf den Straßen barfüßige schwerbeladene Frauen.
Nach der Tour zu den Nilfällen dann wieder das übliche Problem mit Äthiopiern. Unser Guide war trotz ausgemachten Preis plus Trinkgeld unzufrieden über die Bezahlung! Wir haben nach der Hälfte der Tour einen anderen Weg zurück gewählt, der länger war. Deshalb hätte er gerne mehr Geld. Das er das aber schon unterwegs hätte sagen können, kam ihm nicht in den Sinn! Und so trennten sich beide Seiten enttäuscht und unzufrieden. Er, weil er mehr Geld forderte, wir, weil wieder ein bitterer Nachgeschmack des Geldes wegen hängen blieb.

 

Patrik und wir fuhren nach der zweiten Nacht in Bahir Dar zusammen weiter in Richtung Süden. Wir hatten ähnliche Ziele und da einige Strecken sehr weit weg von großen Straßen waren, lag es auf der Hand, dass wir aus Sicherheitsgründen zusammen reisten.

 

Mit Patrik war es nie langweilig. Er hatte einige Probleme mit dem Auto, die mehr oder weniger unterwegs behoben werden konnten. Wir kamen aber auch in den Genuss von echten schweizer Käsefondue! Lernten aber auch einen Trick, über 40 neugierige Äthiopier auf Distanz zu halten, aber der Reihe nach …
Nachdem Mr. Staubig in Bahir Dar die Benzinpumpe wechseln musste, brachen irgendwo im Nichts einige Streben seines Dachgestells. In einem der Dörfer, durch die wir kamen, entdeckten wir einen Schweisser, der nach einigen Feilschen die Schweissarbeiten mehr oder weniger fachmännisch erledigte (zwei Tage später brachen wieder einige Streben …. welcome to africa!) Während des Schweissens mußte die Polizei in den Dorf die Schaulustigen mit Routen auseinander treiben und von der Straße vertreiben weil sie den spärlichen Verkehr zu behindern drohten. Ich wäre fast an einem Äthiopier handgreiflich geworden, weil seine “Hilfsbereitschaft” und “Neugier” zu aufdringlich und einnehmend war. Wir waren alle froh, die Ortschaft verlassen zu können.

 

Abends fuhren wir zwischen zwei Ortschaften an eine Klippe mit toller Aussicht. Über 1000 Höhenmeter ging es dort fast senkrecht nach unten.
Nachdem wir die Autos abgestellt hatten, waren wir schnell von über 40 Leuten umringt. Vorsorglich hatten wir die beiden Autos wie ein V Schnauze an Schnauze geparkt, so dass nur von einer Seite Zugang war. Dort zog Patrik mit einem Stock eine Linie in den Boden von Auto zu Auto und erklärte den immer mehr werdenden Zuschauern, dass sie sich auf der anderen Seite der Linie aufzuhalten hätten! Eigentlich eine sehr dreisste Idee! Wir als Gäste in dem Land sagen den Ortsansässigen was zu tun und zu lassen ist.
Irgendwann kam dann auch der Dorfpolizist, der erstaunlicherweise ein wenig englisch sprechen konnte und uns versicherte, dass wir nichts zu fürchten hätten und hier campen durften.
Am nächsten Morgen das gleiche Spiel. Relativ schnell nachdem es hell wurde, hatten wir eine beachtliche Zahl an Zuschauern. Nachts soll es sogar gewittert haben. Magda behauptete das steif und fest, ich hab davon nichts gemerkt, der matschige Boden war aber immerhin Beweis für viel Regen!

 

Wir fuhren zügig weiter über Ankober in den Awash Nationalpark. Dieser Weg ist auf keiner Karte eingezeichnet. Wir bekamen den Tip von einem Deutschen, der Seit acht Jahren in Äthiopien wohnt. Unterwegs mußten wir an einer Tankstelle für Patrik um Benzin flehen. Zum Glück gab es genug Diesel! Der Tag war auch landschaftlich wieder sehr abwechslungsreich. Waren wir morgens noch auf knapp 2100 Meter an der Klippe, ging es bis nach Ankober auf 3460 Meter. Es war nass, es regnete wieder ziemlich stark, nebel und für uns ungewöhnliche Temperaturen von knapp unter 10 Grad. Zwei Stunden später, 2700 Höhenmeter tiefer waren es abends um sechs wieder und noch 35 Grad. 24 Stunden vorher packte ich aus den Tiefen des Autos meine lange Unterhose aus und nun brauchten wir nachts nicht mal den leichten Seidenschlafsack und es wollte nachts einfach nicht abkühlen. Auch die Menschen veränderten sich. Frauen waren hier nicht nur barfüssig sondern auch barbusig, Männer mit Tuch, Kalaschinkow und oder Speer bekleidet. Wir vermuten, dass es sich hier um die berühmt berüchtigten Afar handelte, da wir die Ausläufer der Danakilebene durchquerten. Auch hier das gewohnte Bild, des fordernden Äthiopiers. Überraschenderweise konnten wir ungestöhrt und wahrscheinlich auch unbeobachtet im Awash Nationalpark campen. Allerdings hörten wir dann Tage später, dass in dieser Gegend zwei deutsche Urlauber vor einigen Tagen um all ihr Hab und Gut “erleichtert” wurden!

 

Nach Awash ging es weiter in Richtung Addis Abeba. Beim Zwischenstopp in Debre Zeit ging der Starter unseres Schweizer Freundes kaputt. Also ein Tag Zwangspause an einem schönen See. Dort trennten sich unsere Wege entgülitg. Patrik muß/will in drei Tagen im Norden Kenias sein … Besuch aus der Heimat!

 

Nun sind wir in Addis Abeba. Hier gibt es für uns nur organisatorisches und wichtiges für die Weiterreise in Richtung Süden zu erledigen. Hoffentlich kommen wir morgen aus dieser wenig interessanten Stadt wieder raus. Ziel wird der Süden und evtl. das Omo-Valley sein!

 

Bis demnächst,

 

Euer Jens Cullmann

 

 

Anmerkung von Magdalena: Alle die sich nach meiner Anwesenheit in diesem Blog sehnen, möchte ich daran erinnnern, dass das Jens’ Reise und Seite ist  …. und so soll es bleiben. Ihr könnt aber davon ausgehen, dass sowohl Bilder als auch Text während meines Aufenthaltes von mir beeinflusst wurden  ;-)