und nun Shiraz
Vielleicht war ich wirklich noch im Fieberwahn, mich als Stadtmenschen zu bezeichnen. Aber vielleicht hilft zu meiner Verteidigung, dass Puschendorf wie eine Stadt wirkt, fuer das was ich hier zum Teil gesehen habe
und sich Stadt schimpft!
Seit gestern bin ich in Shiraz. Morgen gehts zu einem der touristischen Highligths Irans: Persepolis … also Achtung, demnaechst viele Steinbilder.
Hier in Shiraz hab ich gluecklicherweise wieder mal jemanden kennengelernt, der mir heute die Stadt gezeigt hat, Mr. Abbas! Konnte den Toyo am Hotel ( das goenne ich mir zum Auskurieren meiner allgemeinen Unpaesslichkeit der letzten Tage) stehen lassen und wurde den ganzen Tag gefahren. Von Moschee zu Moschee, Mausoleum zu Mausoleum und ueber jeden noch so kleinen Basar. Ich mach demnaechst Stadtfuehrer in Shiraz
Ich kann nur nochmals schreiben, es ist der Hammer, wie nett und zuvorkommend Touristen behandelt werden und wie wichtig es anscheinend den Iranern ist, ein gutes Bild nach “aussen” abzugeben. Sei es beim Baecker Brot kaufen, ist die Schlange noch so lange, man bekommt als erster das Brot. Wehren hilft nicht, hab ich probiert. Oder an der Tankstelle, wo ich an den wartenden Brummis vorbei gewunken wurde. Da hat auch keiner gemeckert, im Gegenteil, die haben alle mein Auto bewundert und mich Loecher in den Bauch gefragt … oder vorhin beim Fragen, ob man in der Moschee Bilder machen darf und ploetzlich beim Chef der Einrichtung sitzt, der einen zum Tee einlaedt und dem es sichtlich Peinlich ist, dass er mir das Fotografieren nicht erlauben kann!
Mal sehen was die naechsten Tage so alles kommt. Ich bin schon gespannt.
Bis bald, euer
Jens Cullmann

